Der Löwe Simsalabim und Mimi die Maus

„Simsalabim, los, los, raus aus den Federn“, rief Mimi die Maus, vor Freude ganz aufgeregt, „aufstehen, waschen, anziehen, frühstücken!“ „Frühstücken?“, brummelte der Löwe Simsalabim verschlafen, gähnte und streckte sich.

„Simsalabim, los, los, raus aus den Federn“, rief Mimi die Maus, vor Freude ganz aufgeregt, „aufstehen, waschen, anziehen, frühstücken!“ „Frühstücken?“, brummelte der Löwe Simsalabim verschlafen, gähnte und streckte sich. „Wir haben doch gestern erst gefrühstückt.“ Dann rollte er sich auf die andere Seite und tat so, als schnarchte er weiter. „Du musst aufstehen, Simsalabim, weißt du denn nicht, was für ein Tag heute ist?“, fragte Mimi, den Löwen an der Schulter rüttelnd. „Natürlich weiß ich, was für ein Tag heute ist“, entgegnete Simsalabim schmunzelnd, „heute ist Montag.“ „Ja“, antwortete Mimi, „aber was noch?“ „Heute ist mein freier Tag“, sagte der Löwe. „Nein, Simsalabim das meine ich nicht, hast du es etwa schon vergessen, heute ist doch mein Geburtstag, und ich wollte dich rechtzeitig wecken, damit du daran denkst, dass ich etzt einen Kuchen und ein Geschenk bekomme.“ „Hm, ja heute ist ja dein Geburtstag“, sagte der Löwe, als er sich wieder zu Mimi umdrehte und sie freundlich anblickte. „Dann geh mal in die Küche und schau dir die große Überraschung an.“ Als Mimi sah, wie schön der Löwe Simsalabim den Frühstückstisch gedeckt hatte, staunte sie mit großen Mauseaugen. Er hatte eine gelbe Tischdecke aufgelegt und die schönen Teller und Tassen darauf gestellt. Kreuz und quer lagen Bonbons verstreut auf dem Tisch und Luftschlangen, Luftballons und bunte Lampions hingen von der Decke. Zwei Geschenke lagen schon neben Mimis Teller und in der Mitte des Tisches stand eine riesige Geburtstagstorte.

„Herzlichen Glückwunsch, Mimi“, sagte der Löwe und überreichte der Maus einen großen Karton mit einer Schleife darum. Mit leuchtenden Augen riss Mimi das Geschenk auf. Sie hoffte, dass sie darin die Puppe finden würde, die sie sich schon so lange gewünscht hatte. Aber was kam da zum Vorschein? Ein Schlauchboot.

Enttäuscht legte sie das Geschenk auf den Stuhl. Da waren ja noch zwei andere Geschenke, die darauf warteten, von ihr ausgepackt zu werden. Das zweite Geschenk war ein Schnorchel, „das dritte ist bestimmt die Puppe“, hoffte Mimi voller Erwartungsfreude, doch es war eine Hängematte. Da rollten der Maus die Tränen über die Mausewangen und als der Löwe Simsalabim das sah, fragte er „Mimi, was hast du denn, freust du dich denn gar nicht?“ „Doch schon“, druckste die Maus hervor, „aber ich hab mir doch so sehr eine Puppe gewünscht und nicht so ein blödes Schlauchboot.“

„Aber Mimi“, entgegnete der Löwe sanft, „ich wußte ja nicht, dass du dir eine Puppe gewünscht hast. Lass uns doch heute ein Picknick am See machen.“

Nach dem Frühstück packten die beiden einen Picknickkorb voll mit leckeren Sachen und nahmen auch das Schlauchboot, den Schnorchel und die Hängematte mit. Am See angekommen hängte der Löwe die Hängematte zwischen zwei Bäume, pumpte das Schlauchboot auf und dann ging es los.

Sie setzten sich ins Boot, Simsalabim paddelte und Mimi zog den Schnorchel an, steckte den Kopf unter Wasser und beobachtete die Fische. Manchmal schaute sie ganz still und verträumt in die Unterwasserwelt, dann tauchte sie kurz wieder auf und rief vor Freude laut aus, was sie alles entdeckt hatte. Auf der Wiese spielte Mimi Federball mit zwei Elefantenkindern. Dann spielten sie Seeräuber mit Luftmatratzen und Mimis Schlauchboot und mussten sich gegenseitig kentern. Sie aßen Geburtstagskuchen und tranken Limonade, während der Löwe seine Tageszeitung las. „Weißt du was?“, sagte Mimi, als sie zufrieden in der Hängematte lag und ein großes Stück Wassermelone mampfte, „eigentlich ist so ein Schlauchboot doch ein schönes Geschenk.“